Leader-Vorstand bei Neuwahl bestätigt

Beachtliche Leader-Bilanz nach fünf Jahren Regionalarbeit im Mühlviertler Kernland: 5,4 Millionen Förderung haben 14,2 Millionen Euro an Investitionen ausgelöst. Viel mehr als 100 Projekte wurden bisher bewilligt.

Bezirkshauptpmann Mag. Alois Hochedlinger gratulierte bei der Generalversammlung der Leader-Region Mühlviertler Kernland gleich zwei Mal. Das erste Mal zu einer Bilanz, die sich sehen lassen kann und den Menschen im Mühlviertler Kernland ein eindrucksvolles Zeugnis für Kreativität, Innovationspotenzial und Engagement ausstellt. „Ein Euro Mitgliedsbeitrag der Gemeinden hat 24,67 Euro an Investitionen und 9,38 Euro an Förderungen ausgelöst“, bringt Geschäftsführerin Conny Wernitznig das erfreuliche Ergebnis auf den Punkt. Außerdem wurden bis Ende 2012 rund 130 Arbeitsplätze durch Leader-Projekte gesichert und rund 50 Arbeitsplätze neu geschaffen.

Das zweite Mal hat Bezirkshauptmann Hochedlinger zur einstimmigen Wiederwahl des Vorstandes gratuliert. Damit ist fix, dass Obmann Stefan Wiesinger und sein Team den Regionalverein Mühlviertler Kernland bei der Erarbeitung einer Entwicklungsstrategie für eine mögliche Neubewerbung der Region als Leader-Region begleiten werden. Die Förderperiode 2007 bis 2013 war für das Mühlviertler Kernland die erste Periode als Leader-Region. In den nächsten Monaten wird sich entscheiden, ob sich die Region neuerlich bewerben und damit an der Verteilung der Leader-Förderungen partizipieren will.

Der Startschuss dafür wurde bei der Generalversammlung der Leader-Region Mühlviertler Kernland am vergangenen Mittwoch im Gasthaus Mader in Lest gemacht. Nach einem Rückblick auf die vergangenen Jahre hat Leader-Experte Thomas Müller über die geplanten Veränderungen des Leader-Programmes in der nächsten Förderperiode von 2014 bis 2020 referiert und den Fahrplan für die Erstellung einer Entwicklungsstrategie Mühlviertler Kernland vorgestellt. Dieser Strategie kommt große Bedeutung zu. Denn in der nächsten Förderperiode werden die Regionen wieder gestärkt und bekommen neben inhaltlicher Kompetenz auch Budgethoheit über ein Basisfördervolumen. Das bedeutet, dass künftig Projektauswahlgremium und Vorstand über Leader-Projekte und Fördervolumen entscheiden werden. Diese Verantwortung kann eine Region aber nur tragen, wenn eine Entwicklungsstrategie vorliegt, die nicht nur ein Fußabdruck der Region ist, sondern auch inhaltlich klar regelt, wohin der Weg führen soll.

Am Ende der Generalversammlung haben die Teilnehmer/-innen in kleinen Gruppen Impulse für die nächsten Jahre erarbeitet und diese am „Kernland-Sessel“ angebracht. Auf diesem Sessel – der im Leader-Büro in Freistadt steht – sind alle bisher umgesetzten Projekte verewigt, außerdem die persönlichen (Stoff)Bilder vieler Kernländer von ihrer Region und die neu erarbeiteten Impulse. Zusätzlich zu diesen Ergebnissen konnten Obmann Stefan Wiesinger und seine Stellvertreter Josef Naderer und Gerhard Neunteufel bei den Besuchen der 18 Kernland-Gemeinden in den vergangenen Wochen viele Themen einholen, die in den Gemeinden unter den Nägeln brennen und Wegweiser sind für eine mögliche Leader-Arbeit in den nächsten Jahren.

Ein rundes Ganzes soll aus diesen vielen einzelnen Punkten bei der Zukunftskonferenz Leader 2014 bis 2020 geschaffen werden. Start dieser öffentlichen Veranstaltungen, zu der alle an der Regionalentwicklung Interessierten eingeladen sind, ist um 14 Uhr in der Bruckmühle in Pregarten.