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3. November 2026

Nach fast 15 Jahren erfolgreicher Vereinsarbeit übernimmt der Sozialhilfeverband Freistadt die Trägerschaft

Hagenberg. Eine Erfolgsgeschichte wird fortgeschrieben: Mit 1. Oktober 2026 hat der Sozialhilfeverband Freistadt (SHV) die Trägerschaft des Tageszentrums Bezirk Freistadt Süd in Hagenberg übernommen.

Damit geht eine fast 15-jährige Ära engagierter Vereinsarbeit zu Ende. Für die Tagesgäste bleibt jedoch alles beim Bewährten: Die vertrauten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und die gewohnte Betreuungsqualität bleiben erhalten.

 

Aus einer gemeinsamen Idee wurde eine unverzichtbare Einrichtung

Am 10. Oktober 2011 wurde der Verein „Tageszentrum Bezirk Freistadt Süd“ (TBFS) unter der Leitung von Obfrau Helga Hofstadler, ehemalige Vizebürgermeisterin und Direktorin aus Pregarten, gegründet. Ziel war es, mit finanzieller Unterstützung des Sozialhilfeverbandes Freistadt ein Tageszentrum für ältere Menschen in der Region zu schaffen.

Das Kooperationsprojekt wurde von sieben Gemeinden getragen: Pregarten, Hagenberg, Wartberg ob der Aist, Unterweitersdorf, Gutau, Neumarkt im Mühlkreis und Tragwein. Vertreterinnen und Vertreter aller sieben Gemeinden bildeten gemeinsam den Vereinsvorstand. Am 31. März 2012 wurde das Tageszentrum feierlich eröffnet, am 3. April 2012 nahm es den Betreuungsbetrieb auf.

 

Der Start erforderte viel Einsatz. Die Räumlichkeiten in Hagenberg mussten adaptiert, eingerichtet und für den Betrieb vorbereitet werden – und das alles zu einem wesentlichen Teil auf ehrenamtlicher Basis. Dank der großen Hilfsbereitschaft der Bevölkerung und des außergewöhnlichen Engagements der Vereins- und Vorstandsmitglieder entstand in kurzer Zeit eine Einrichtung, die heute aus dem sozialen Netzwerk der Region nicht mehr wegzudenken ist.

 

Mit Herz, Einsatz und vielen helfenden Händen

Im Laufe der Jahre wurde das Tageszentrum kontinuierlich weiterentwickelt. Drei bis vier hauptamtliche Mitarbeiterinnen sorgten für die Betreuung der Tagesgäste. Mit Unterstützung von EU-Fördermitteln konnte ein Sinnesgarten gestaltet werden; eine Pergola lädt zum Verweilen im Garten ein. Bei den zahlreichen Arbeiten und Aktivitäten waren immer wieder freiwillige Helferinnen und Helfer zur Stelle.

Die Zielsetzung des Tageszentrums wurde voll erreicht: Ältere Menschen erhalten die Möglichkeit, Gemeinschaft zu erleben, soziale Kontakte zu pflegen und der Einsamkeit entgegenzuwirken. Gleichzeitig werden pflegende Angehörige spürbar entlastet. Das Tageszentrum ist damit nicht nur ein Betreuungsangebot, sondern auch ein wichtiger Ort der Begegnung und des Miteinanders.

 

Helga Hofstadler: „Ich war all die Jahre mit meinem ganzen Herzblut Obfrau“

 

Für Helga Hofstadler bedeutet die Übergabe den Abschluss einer langen und erfüllenden ehrenamtlichen Aufgabe. Besonders stolz ist sie auf die gute Zusammenarbeit im Vorstand, in dem Vertreterinnen und Vertreter unterschiedlicher politischer Fraktionen aus sieben Gemeinden stets gemeinsam an einem Ziel gearbeitet haben.

„Ich war all die Jahre mit meinem ganzen Herzblut Obfrau und habe die Zusammenarbeit mit meinen Vorstandskolleginnen und -kollegen sehr geschätzt. Obwohl hier Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Fraktionen aus sieben Gemeinden am Werk waren, hat es kein einziges Mal einen Konflikt gegeben. Alle haben in sehr wertschätzender Art und Weise immer an einem Strang gezogen. Das freut mich ganz besonders“, blickt Hofstadler zurück.

 

Ihr besonderer Dank gilt auch den engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die ihre Aufgaben stets weit über das geforderte Maß hinaus erfüllt haben, sowie allen ehrenamtlich Tätigen, die den Aufbau und die Entwicklung des Tageszentrums unterstützt haben.

 

Nach beinahe 15 Jahren sei nun der richtige Zeitpunkt gekommen, die organisatorischen Aufgaben in professionelle Hände zu legen. Aus dem ursprünglich ehrenamtlich geführten Projekt sei im Laufe der Zeit eine umfangreiche Aufgabe geworden, die langfristig verlässliche Strukturen brauche.

„Ich blicke voller Freude auf die – zugegeben oft auch anstrengende – ehrenamtliche Tätigkeit der letzten 15 Jahre zurück, bedanke mich bei meinem Vorstandsteam und bei den vielen ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die geleistete Unterstützung und bin mir sicher, dass der erfolgreiche Weg des Tageszentrums unter neuer Führung fortgesetzt wird“, so die scheidende Obfrau.

 

Der Sozialhilfeverband führt das Bewährte weiter

Mit der Übernahme durch den Sozialhilfeverband Freistadt ist die langfristige organisatorische Weiterführung des Tageszentrums sichergestellt. Die Beschäftigten wurden unter Wahrung ihrer bisherigen Rechte und Pflichten vom SHV übernommen. Die künftige organisatorische Leitung liegt bei Michael Prieler, dem Heimleiter des Bezirksseniorenheimes Pregarten.

 

SHV-Obfrau Bezirkshauptfrau Andrea Wildberger würdigt die Leistungen der bisherigen Verantwortlichen: „Wir übernehmen hier nicht einfach eine Einrichtung, sondern führen ein Angebot weiter, das über viele Jahre mit unglaublich viel Herzblut, Engagement und Verantwortungsbewusstsein aufgebaut wurde. Mein ganz besonderer Dank gilt Obfrau Helga Hofstadler, dem gesamten bisherigen Vereinsvorstand sowie allen Menschen, die diese Erfolgsgeschichte möglich gemacht haben.“

 

Die Übernahme sei ein wichtiger Schritt, um die Betreuung älterer Menschen und die Unterstützung ihrer Angehörigen auch künftig verlässlich sicherzustellen. Im Mittelpunkt stehe weiterhin der Mensch – unabhängig davon, wer die organisatorische Verantwortung trägt.

 

Text und Foto stammen vom Verein "Tageszentrum Bezirk Freistadt Süd"