Pechölsteine

Von der Tätigkeit der Pechölbrenner zeugen im Gemeindegebiet Gutau noch einige gut erhaltene Pechölsteine. Die alte Bäuerin vom Wurmsbergergut gab einmal an, dass nicht jedermann diese Arbeit verstehe, er müsse die ‚Befugnis‘ dazu haben und meinte damit wohl Erfahrung und Geschick.

Die Gewinnung von Pechöl ging folgendermaßen vor sich:

Stark harzhältiges Föhrenholz, besonders ‚Kean“ (Kienholz) wurde zerkleinert und auf den Stein geschichtet und wie bei einem Kohlenmeiler mit Erde, Schmiedzunder und dergleichen überdeckt.
Nach dem Anfeuern floss die Pechschmiere in den Rillen des Steines ab und durch ein Loch oder eine breitere Rinne im Stein in ein daruntergestelltes Gefäß; war dieses voll, wurde die wässerige Oberschichte abgeschöpft, der Rest wurde in Kannen oder kleinen Fässchen verwahrt.