Burgen- und Schlösserweg - Ein Ritter erlebt sein blaues Wunder

l.n.r.: Alfred Atteneder (Obmann des Färbermuseums), Mag. Edeltraud Jungwirth (Leiterin des Burgmuseums), Bgm. Josef Lindner, Mag. Janina Wegscheider und Mag. Martin Lasinger (Zeugfärberei) bei der Übergabe des Ritters

Nach Grein, Windhaag/Perg und Bad Zell erreicht der Ritter des Burgen- und Schlösserweges nun mit Gutau die vierte Station seiner Weitwanderung. Als blecherner Botschafter will er für den rund 215 Kilometer langen Burgen- und Schlösserweg mit seinen 19 Pracht- und Wehrbauten begeistern.
Für den Besuch der Burgen Reichenstein und Prandegg sowie für das Schloss Tannbach liegt die Färbergemeinde strategisch günstig. Insbesondere für erstere gibt es gleich einen mehrfachen Anknüpfungspunkt: „Reichenstein und Gutau sind wandermäßig doppelt miteinander verbunden", betont Bürgermeister Josef Lindner. So führt der Burgen- und Schlösserweg von Tragwein kommend über Reichenstein nach Gutau. Zusätzlich gibt es den Themenweg „Von den Färber*innen zu den Rittern", mit dem sowohl die Gemeinden als auch die beiden Museen eine Kooperation eingehen. „Beide Wege bieten eine gute Gelegenheit, ein Wandererlebnis mit einem Museumsbesuch zu verknüpfen", erklärt Edeltraud Jungwirth, die Museumsleiterin in Reichenstein. Das Museum ist seit 1. Mai nun wieder von Freitag bis Sonntag geöffnet. Auch das Färbermuseum bietet wieder Führungen an. „Zwischen dem Verein Färbermuseum und dem Burgen- und Schlösserweg gibt es aber eine weitere Parallele!", meint Alfred Atteneder, Obmann des Färbermuseums. Beide greifen bei ihren Projektaktivitäten auf das Förderprogramm Interreg Österreich – Tschechische Republik zurück. Im Zuge dessen wurde auch die Zeugfärberei erweitert, damit die Indigofärberei wieder aktiv betrieben werden kann. Die Färber*innen laden auch wieder zu Workshops und zur Offenen Experimentalwerkstatt ein – natürlich den dann geltenden Regeln entsprechend.

Der Ritter wird in einem Schaufenster am Marktplatz Gutau sein Quartier beziehen. Den Wunsch, seine Rüstung ebenfalls Indigoblau einfärben zu lassen, hat er allerdings fallengelassen. Seine eiserne Gewandung würde der Prozedur in der Mangel, jenem 12 Tonnen schwerem Gerät zur Glättung der Stoffe, kaum widerstehen. Dem Blauen Wunder, also dem Farbwandel der frisch aus der Küpe gezogenen Leinenbahnen, beizuwohnen, zeigt sich hingegen deutlich gefahrloser.

Bis zum Ende seines Aufenthaltes in Gutau gibt es noch die Möglichkeit, bei der Namensgebung des Ritters mitzuwirken. Danach wird unter den Teilnehmern das Wellness-Paket im Hotel Lebensquell Bad Zell verlost. Weitere Namensideen sind also unter office@muehlviertleralm.at willkommen. Vielleicht auch eine gute Gelegenheit, den 120-seitigen Wanderführer (gegen Portoersatz) anzufordern.

Rückfragen-Kontakt:
GF Renate Fürst, r.fuerst@muehlviertleralm.at, 0664/3864872
Dr. Andreas Hunger, a.hunger@muehlviertleralm.at, 07263/20031